Geistermantis - Phyllocrania paradoxa

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Paradoxa Fangschrecke

Das Nymphenstadium liegt zwischen L3 und L7.


Informationen

Phyllocrania paradoxa wird im Englischen auch Ghost Mantis genannt. Diesen Namen verdankt sie ihren besonderen Formen und ihrem außerirdisch anmutenden Kopf. Die Art ist an einer langen, asymmetrisch geformten Ausstülpung am Kopf zu erkennen, die dazu dient, wie ein trockenes Blatt auszusehen. Phyllocrania paradoxa kommt ursprünglich aus Madagaskar und Afrika.


Aussehen

Diese Fangschreckenart imitiert trockene Blätter, so dass sie zwischen abgefallenen Blättern in den Waldgebieten, in denen sie vorkommt, nicht auffällt. So kann sie unerwartet Beute fangen und bleibt dennoch für Raubtiere wie insektenfressende Vögel unsichtbar. Die häufigste Farbe bei dieser Art ist dunkelbraun, aber manchmal ist auch ein grünes Exemplar zu finden. Diese Farbe wird von der Umgebung bestimmt; eine feuchtere, grünere Umgebung führt häufiger zu einem grünen Tier. P. paradoxa wird etwa 5 cm lang, mit geringem Größenunterschied zwischen den Geschlechtern. Die Männchen sind schmaler mit etwas längeren Flügeln als der Hinterleib. Die Weibchen sind breiter mit einem breiteren Prothorax und mit Flügeln, die bis zum Hinterleib reichen.


Verhalten

Phyllocrania paradoxa ist eine ruhige Fangschreckenart. Sie ist ein typischer Lauerjäger. Auf ihre Tarnung vertrauend, wartet sie geduldig, bis eine ahnungslose Beute vorbeikommt. Sobald sie diese erspäht hat, schlägt sie blitzschnell zu, und bevor die Beute es merkt, ist sie bereits fest in den Fangarmen dieses Raubtiers gefangen. P. paradoxa wird selten selbst aktiv Beute jagen, sondern eher auf den richtigen Moment zum Zuschlagen warten. Manchmal ist diese Fangschreckenart auch etwas vorsichtig und ein bisschen ängstlich. Eine große Pinzette oder eine große Hand im Gehege führt dazu, dass die Beute abgelehnt wird. Einfach fünfzehn Minuten warten und es erneut versuchen, dann ist alles wieder in Ordnung.

 


Futter

 

Phyllocrania paradoxa fressen in der Natur hauptsächlich fliegende Insekten. Es wäre also gut, ihnen Fliegen statt Grillen anzubieten. Grillen werden jedoch auch gut gefressen und sind daher auch ein ausgezeichnetes Futter für diese Tiere. Achten Sie nur darauf, dass keine herumwandernden Grillen im Gehege sind, wenn die Gottesanbeterin sich häutet. Eine ausgewachsene P. paradoxa kann ausgewachsene Grillen bewältigen, aber es ist besser, ihr kleinere Grillen zu geben, z.B. Größe 6 oder 7. P. paradoxa ist etwas schnell eingeschüchtert von einer großen Pinzette mit Beute.


Umgebungsanforderungen

Die ideale Temperatur liegt bei etwa 26 °C, kann aber zwischen 20 °C und 30 °C variieren. Nachts darf es etwas kühler sein als tagsüber, aber mindestens 18 °C. Diese Art benötigt eine relativ hohe Luftfeuchtigkeit. Etwa 60 bis 90 % Luftfeuchtigkeit. Dies wird erreicht, indem man etwa 5x pro Woche mit Wasser sprüht. Wie bei allen Gottesanbeterinnenarten benötigt diese Art ein Gehege, das mindestens 3x die Länge des Tieres hoch und mindestens 2x die Länge des Tieres breit ist. Für ein ausgewachsenes Tier bedeutet dies also mindestens 15 cm in der Höhe und 10 cm in der Breite. Eine gute Größe für ein Terrarium wäre 20 x 20 x 30, so dass auch Platz für Kunstpflanzen und viele Sitzgelegenheiten vorhanden ist. Trockene Blätter passen hervorragend zu dieser Art, manchmal gehen sie völlig in der Umgebung auf.


Gruppenhaltung

Das Besondere an dieser Gottesanbeterinnenart ist, dass sie oft ihr ganzes Leben lang ohne Kannibalismus zusammen gehalten werden können. Die Voraussetzungen dafür sind jedoch, dass die Tiere jederzeit genug zu fressen haben und dass das Gehege ausreichend groß ist. Viele Menschen halten so erfolgreich Gruppen von P. paradoxa in einem großen Terrarium. Die Wahrscheinlichkeit von Kannibalismus ist dann gering, aber bei dieser Art von Raubtieren bleibt sie immer bestehen.

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